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Eintritt frei

Lophura edwardsi
Vietnamfasan

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Hühnerfasane (Lophura)
Art: Vietnamsfasan (Lophura edwardsi)

Gefährdung: Vietnamfasane (Lophura edwardsi) sind ausschließlich in den Flachland-Wäldern Zentral Vietnams beheimatet. Es ist nicht sicher, ob Vietnamfasane noch in freier Natur vorkommen. Die Art wird deshalb auf der „Roten Liste“ der IUCN in die höchste Gefährdungsstufe „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Es gibt ein gemeinsames Zuchtbuch von EAZA und der WPA, das über 500 Individuen in Zoos und Privathaltungen erfasst hat. Darüber hinaus gibt es ein EEP, das vom Zoo Prag koordiniert wird.

Lebensraum: bevorzugt in dichtem Unterwuchs des vietnamesischen Regenwalds
Nahrung: Beeren, Samen, Knospen, Insekten & Spinnen
Größe: 20 bis 26 cm
Gewicht: 900 bis 1300 g
Lebenserwartung: ca. 10 Jahre

Aussehen: Männliche Individuen (Hähne) tragen eine kurze, weiße, aufstellbare Haube, die mit schwarzen Federn durchsetzt sein kann. Die unbefiederte Partie um das Auge herum ist lebhaft rot mit angedeuteten Lappen. Der Schnabel ist weißlich grün und zeigt eine schwärzliche Basis. Die Iris ist rotbraun. Die Körperbefiederung ist überwiegend dunkelblau mit breiten, seidig blau glänzenden Säumen. Die Armschwingen sind blau und die Handschwingen schwarzbraun. Der verhältnismäßig kurze, gerade Schwanz ist einfarbig blau. Die Beine sind karminrot.

Der Henne fehlt die Haube, die rote, unbefiederte Augenpartie ist weniger ausgedehnt als beim Hahn. Der Schnabel ist hornbraun, die Iris braun. Hennen sind überwiegend kastanienfarben. Das gesamte Gefieder trägt ein feines, dunkles Wellenmuster Im Unterschied zum Schwarz der übrigen Schwanzfedern zeigen die mittleren drei ein dunkles Braun. Die Beine sind scharlachrot.

Fortpflanzung: Die Größe eines Geleges umfasst vier bis sieben Eier, welche von dem Weibchen (Henne) ca. 21 Tage bebrütet werden. Wie bei den meisten Hühnervögeln kann bei Verlust des ersten Geleges ein neues angelegt und erfolgreich bebrütet werden.

Besonderheiten: Männliche Tiere (Hähne) sind größer als Hennen und tragen eine kurze, weiße, aufstellbare Haube sowie blaugün schillerndes Gefieder. Edwardsfasane sind die letzten Vertreter ihrer Art.

Herkunft & Verbreitung: Der Vietnamfasan ist im mittleren Vietnam endemisch. Früher war die Art in mindestens acht Vorkommen in den Provinzen Quảng Trị und Thừa Thiên-Huế bekannt. Heute sind viele der ursprünglichen Verbreitungsgebiete entwaldet. Die letzten Nachweise stammen von Fallenstellern aus den geplanten Reservaten Phong Dien und Dakrong. Vermutlich haben Bestände stark abgenommen, 1994 wurde der Gesamtbestand auf unter 1000 Vögel geschätzt. Als Gründe für die drastisch sinkenden Populationen sind neben Waldrodung auch Wilderei und der 20 Jahre andauernde Vietnamkrieg zu nennen. Ohne Zuchtprogramme von Zoos und engagierten Privatzüchter wäre ein Überleben der seltenen Art undenkbar.

Nutzung: Vietnamfasane wurden aus Nahrungsgründen stark bejagt. In Zusammenhang mit der weitläufigen Zerstörung seines Lebensraumes, stellt die Bejagung den Hauptgrund dar, aus dem die Art heute vom Aussterben bedroht ist.

Lebensweise: Der Edwardsfasan kommt in den Regenwäldern der Ebenen vor, wo er bevorzugt im dichten Unterwuchs mit vielen Schlingpflanzen lebt. Die Angaben über die Höhenverbreitung sind widersprüchlich. Es keine gesicherten Nachweise über 300 m Höhe, obwohl geeignete Lebensräume bis 600 oder sogar 900 m Höhe existieren.