Vanellus miles
Maskenkiebitz
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Gattung: Kiebitze (Vanellus)
Art: Maskenkiebitz (Vanellus miles)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: offenes Grasland, Sumpfgebiete, Kulturland & Parkanlagen
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer & Sämereien
Größe: ca. 35 bis 37 cm
Gewicht: 370 bis 450 g
Lebenserwartung: ca. 20 bis 30 Jahre
Aussehen: Die Geschlechter unterscheiden sich kaum. Lediglich der bei Männchen überwiegend gelb und beim Weibchen grau gefärbte Sporn am Flügelgelenk kann zur Unterscheidung der Geschlechter herangezogen werden. Darüber hinaus ist das Gefieder bei beiden Geschlechtern oberseits und an den Flügeln hellbraun bis olivbraun gefärbt. Der Nacken, die Brust und die Bauchseite sind weiß. Der Oberkopf und die Enden der Schwanzfedern sind schwarz gefärbt. Namensgebend sind das gelbe Gesicht und die seitlich am Kopf herunterhängenden Lappen, die wie eine Maske aussehen. Jungvögel sind bereits bei Schlupf befiedert. Die weißen Gefiederpartien sind auch bei ihnen weiß. Die braunen und schwarzen Gefiederpartien sind bei den Küken braun mit schwarzen Flecken. Der Schnabel ist zuerst schwarz und wird später grau. Die gelbe Gesichtsmaske entwickelt sich erst in fortgeschrittenem Alter.
Fortpflanzung: Maskenkiebitze können sich ganzjährig fortpflanzen. Zu Bruten kommt es, wenn ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden ist. Die Paarfindung erfolgt im Rahmen einer Gruppenbalz. Hierfür baut das Männchen ein einfaches Bodennest, in welches das Weibchen drei bis vier Eier legt. Beide Elternvögel sind an der Brut beteiligt und zeigen ein für Bodenbrüter typisches Verleitverhalten. Nach einer Brutdauer von 28 bis 30 Tagen Wochen schlüpfen die Jungtiere (Küken), die sich während ihren ersten drei Lebenswochen nach Warnrufen der Elternvögel flach auf den Boden legen. Die Küken sind mit einem Jahr ausgewachsen und mit zwei Jahren geschlechtsreif.
Maskenkiebitze bevorzugen große, offenen Flächen als Neststandort. Sie sind berüchtigt dafür ihre Nester an gefährlichen oder für Menschen ungeschickten Stellen zu bauen, wie zum Beispiel Golfplätze, Fußballfelder oder Flugzeuglandebahnen.
Besonderheiten: Aufgrund der energischen Verteidigung ihrer am Boden gelegenen Nester gegen Artgenossen und Fressfeinde wurden Maskenkiebitze in der Vergangenheit auch als Soldatenkiebitze bezeichnet. Außerhalb der Brutzeit kommen sie in Trupps von bis zu über 100 Individuen vor.
Herkunft & Verbreitung: Australien, Tasmanien, Neuseeland und Neuguinea.
Nutzung: Maskenkiebitze werden nicht kommerziell genutzt. Ihre Haltung beschränkt sich größtenteils auf zoologische Einrichtungen und wenige Privathalter.
Lebensweise: Wie alle Kiebitze kommen auch Maskenkiebitze vor allem in Offenlandschaften vor (z.B. im offenen Grasland, auf Feldern oder in Sumpfgebieten). Die Vögel sind Kulturfolger, die vermehrt auch in urbanen Regionen anzutreffen sind, wo sie die von Menschen geschaffenen Grasflächen von Parks, Golfplätzen oder Flughäfen nutzen.