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Eintritt frei

Rollulus rouloul
Straußwachtel

Klasse: Vögel (Aves) 
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasanidae)
Gattung: Straußwachtel (Rollulus)
Art: Straußwachtel (Rollulus rouloul)
Gefährdung: potentiell gefährdet
Lebensraum: dichte, immergrüne, tropische Regenwälder, Bambushaine & buschbewachsene Lichtungen
Nahrung: neben Sämereien und Früchten vornehmlich Insekten
Größe: ca. 25 bis 27 cm
Gewicht: 150 bis 190 g
Lebenserwartung: bis 5 Jahre

Aussehen: Die Körperform von Straußwachteln ist annähernd rund. Der dunkelgraue bis schwarze Schnabel ist bei beiden Geschlechtern im Ansatz rot. Der Schwanz ist kurz und die Beine rötlich, wobei die Füße keine Sporen besitzen. Der Augenbereich ist unbefiedert und leuchtend rot gefärbt. Männliche (Hahn) und weibliche Tiere (Henne) zeigen einen gut erkennbaren Geschlechtsdimorphismus. An den Wangen werden schwarze borstige Federn getragen.

Der Kopf weiblicher Tiere ist schiefergrau, das Gefieder überwiegend oliv- bis grasgrün. Die rundlichen Flügel der Hennen sind kastanienbraun. Demgegenüber weisen die nur geringfügig größeren Männchen ein metallisch glänzendes, schwarzes Gefieder auf, das bei Sonneneinstrahlung leuchtend grünlich, bläulich und violett durchschimmert. Die Flügelenden der Hähne schimmern leicht bräunlich. Hähne verfügen darüber hinaus über einen Schopf, der aus borstigen roten bis rotbraunen Federn besteht. Oberhalb der Augen verläuft ein weißes Band am Ansatz des Schopfes.

Fortpflanzung: Straußwachteln werden mit etwa sechs Monaten geschlechtsreif. Je nach Verbreitungsgebiet brüten sie zwischen Dezember und April. Beide Geschlechter beteiligen sich am bis zu drei Tage dauernden Nestbau, das halbkugelförmig in den Boden gescharrt, mit Falllaub begrenzt und schließlich gänzlich unter Falllaub versteckt wird. Dieses Kuppelnest wird so angelegt, dass es das grün gefiederte Weibchen gut tarnt. Eine Henne legt fünf oder sechs weiße Eier, die sie allein über einen Zeitraum von 18 Tagen bebrütet. Während des Brütens hält das Männchen am Gelege Wache. Nach Schlupf kümmern sich beide Elternteile um die Aufzucht der Jungvögel. Die Jungvögel werden für gewöhnlich von den Altvögeln am Abend zurück zum Nest geführt. Bereits nach 25 bis 30 Tagen sind die Jungvögel selbstständig.

Besonderheiten: Unter den Hühnervögeln zeigen Straußwachteln das eher seltene Verhalten ihre Küken von Schnabel zu Schnabel zu füttern. Zudem verbringen Küken die erste Zeit nach dem Schlupf im Nest der Mutter.

Herkunft & Verbreitung: Straußwachteln stammen ursprünglich aus Südostasien. Das Verbreitungsgebiet umfasst Süd-Myanmar, Südthailand, Malaysia, Sumatra und Borneo sowie die Inseln des Mergui-Archipels. Die Art kommt in diesen Regionen eher im Tiefland und nur bis in Höhen von 1.550 m über NN vor.

Nutzung: Straußwachteln werden nicht kommerziell genutzt. Ihre Haltung beschränkt sich größtenteils auf zoologische Einrichtungen.

Lebensweise: Straußwachteln sind tagaktiv und leben in kleinen Gruppen am Waldboden. Im Waldboden wird in der Regel paarweise nach Nahrung gescharrt. Bei Gefahr oder anderen Störungen laufen sie fort oder legen kurze Strecken flatternd zurück.