Ara ararauna
Gelbbrustara
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papgeien (Psittacidae)
Gattung: Eigentliche Aras (Ara)
Art: Gelbbrust-Ara (Ara ararauna)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: tropische bis subtropische Wälder und Halbsavannen; von Panama bis Süd-Brasilien und Nordost-Bolivien
Nahrung: Samen, Früchte, Beeren, Blätter und Blüten
Größe: 80 bis 90 cm
Gewicht: 1 bis 1,5 kg
Lebenserwartung: > 40 Jahre
Aussehen: Die Oberseite der Vögel ist blau, die Unterseite leuchtend gelb gefärbt. Die Stirn ist grün, das Gesicht federlose und weiß. Eine eindeutige Unterscheidung der Geschlechter über äußere Merkmale ist nicht sicher möglich. Ein schwarzer Kehlfleck zieht sich bis um die weißen Gesichtsseiten hoch. Der Schnabel ist schwarz, die Wachshaut hellgrau. Die Augen zeigen sich gelb. Die Füße sind hell- bis dunkelgrau.
Fortpflanzung: Wegen des großen Verbreitungsgebiets fällt die Brutzeit dieser Tiere recht verschieden aus. In diesen monatlich variierenden Zeiten suchen sich Pärchen in hohen Bäumen eine Höhle oder benutzen das ausgefaulte Ende eines Stammes als Bruthöhle. In der Regel benutzen Gelbbrustaras jedes Jahr die gleiche Höhle. Die meistens aus zwei Eiern bestehenden Gelege werden vom Weibchen 26 Tage lang bebrütet. In dieser Zeit wird es vom Männchen gefüttert. Jungtiere bleiben mit 13 bis 14 Wochen verhältnismäßig lange in der Nisthöhle, wo sie zunächst vom Weibchen, später von beiden Elternteilen gefüttert werden. Im Anschluss dauert es fast einen Monat bevor sie selbständig sind.
Wie andere Großpapageien können Gelbbrustaras mit der Eiablage äußerst aggressiv werden. Die Vögel können dann sogar Eier und Jungen zerbeißen oder aus dem Nistkasten werfen.
Besonderheiten: Gelbbrustaras sind monogam und bilden lebenslange Paare, die auch in großen Schwärmen bestehen bleiben.
In freier Wildbahn suchen die Tiere regelmäßig sogenannten Lehmlecken auf. Dies sind Plätze an steilen Flussufern, an denen Lehm zutage tritt. An diesen Stellen nehmen die Vögel Mineralien auf, die sie zur Entgiftung von durch die Nahrung aufgenommenen Schadstoffen benötigen.
Herkunft & Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet des Gelbbrustaras ist riesig. Die Tiere kommen von Panama bis Süd-Brasilien und dem äußersten Norden Argentiniens, dem Norden Paraguays und in Nordost-Bolivien vor. Er lebt ebenso entlang der östlichen Ausläufer der Anden in Peru, Ecuador und Kolumbien wie auch an der Pazifikküste dieser Länder. Seine bevorzugten Lebensräume sind teils feuchte, teils trockene Wäldern und auch Savannen. Mit Ausnahme von Peru findet man ihn nur in Höhen bis 500 Meter. Gebirgswälder werden gemieden.
Nutzung: Gelbbrustaras gehören zu den häufig in menschlicher Obhut gehaltenen Papageienarten.
Lebensweise: Gelbbrustaras bewohnen Galeriewälder und sumpfige Palmenhaine. Zwischen ihren Schlaf- und Futterplätzen können Distanzen von bis zu 25 km liegen. Sie sind stets paarweise anzutreffen. Auch wenn sie sich außerhalb der Brutzeit zu größeren Trupps zusammenfinden, ist der Zusammenhalt der Paare deutlich zu erkennen.