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Eintritt frei

Lama guanicoe
Lama

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Kamele (Camelidae)
Gattung: Lamas (Lama)
Art: Auerochse (Lama guanicoe)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: Ställe, Wiesen & Weiden in menschlicher Obhut
Nahrung: Gräser, Sträucher, Blätter, Flechten & Rinde
Größe: 180 cm
Gewicht: 130 bis 200 kg
Lebenserwartung: 15 bis 25 Jahre

Aussehen: Mit bis zu 130 Zentimetern Schulterhöhe sind Lamas die größten aller Kleinkamele. Sie haben einen kräftigen Körper ohne Höcker. Die Beine sind schlank und lang. Die Hufe haben bewegliche Zehen und eine dicke Sohle, durch die sich Lamas gut im Gebirge fortbewegen können. Auf dem langgestreckten Hals sitzt ein schmaler Kopf. Die Augen des Lamas sind groß und mit langen Wimpern versehen. Die Oberlippe ist gespalten, die Ohren sind lang und groß. Lamas haben einen kurzen, breiten Schwanz, der an der Unterseite unbehaart ist. Das Fell ist dicht und gekräuselt. Die Haare sind sehr fein. Die Fellfarbe kann variieren.

Fortpflanzung: Lamas werden im Alter von zwei Jahren geschlechtsreif. Männliche Tiere (Hengste) kämpfen um die Weibchen (Stuten), mit denen sie sich im Frühling paaren. Zur Begattung legt sich die Stute hin. Die Paarung kann bis zu einer halben Stunde dauern. Das Weibchen ist elf Monate trächtig bevor es in der Regel ein Jungtier (Fohlen) zur Welt bringt. Zwillingsgeburten sind äußerst selten. Das Fohlen wiegt bei der Geburt etwa 15 Kilogramm und steht schon nach wenigen Stunden auf eigenen Beinen. Bereits am zweiten Tag kann es der Mutter folgen und wird etwa zehn Wochen lang von ihr gesäugt.

Besonderheiten: Lamas sind besonders für ihre Spuck-Attacken bekannt. Das Spucken dient als Warnsignal gegenüber Artgenossen über das die Rangordnung geregelt wird und aufdringliche Artgenossen auf Distanz gehalten werden. Menschen werden nur angespuckt, wenn diese die Lamas bedrängen oder belästigen. Lamas können bis zu drei Meter weit spucken. Die „Spucke“ ist im Übrigen kein Speichel, sondern halb verdauter Mageninhalt, der zwar übelriechend aber leicht abwaschbar ist.

Herkunft & Verbreitung: Das Herkunftsgebiet der Lamas ist die Andenregion von Peru bis Argentinien, wo sie vom wild lebenden Guanako abstammen.

Nutzung: Lamas werden als Lastentiere, Woll- und Fleischlieferanten gehalten. Ausgrabungen belegen, dass die Nutzung durch Menschen vor über 5.000 Jahren begonnen hat. Hierzulande kommen sie oft als Weide- und Trekkingtiere zum Einsatz.