Callonetta leucophrys
Rotschulterente
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatinae)
Gattung: Rotschulterente (Callonetta)
Art: Rotschulterente (Callonetta leucophrys)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: Sümpfe & Seen bewaldeter Savannenlandschaften Südamerikas
Nahrung: Wasserpflanzen, kleine Schnecken, Insekten & Sämereien
Größe: 33 bis 38 cm
Gewicht: ca. 190 bis 360 g
Lebenserwartung: 10 bis 15 Jahre
Aussehen: Männliche Rotschulterenten (Erpel) sind ohne individuelle Farbvariationen. Ihre Schulter sind rotbraun, die Brust rosafarben mit dunkeln Punkten. Bei weiblichen Tieren (Enten) sind einfarbig braun mit einer hellen und leicht variablen Gesichtszeichnung.
Bei beiden Geschlechtern ist der hintere Halssaum, der Augenstreif sowie die gesamte Oberseite dunkelgrau gefärbt. Gesicht und Körperunterseite sind silberweiß. Jeweils zwei silberweiße Flecken finden sich auch auf dem Rücken. Beide Geschlechter haben rosafarbene Füße und eine braune Iris.
Fortpflanzung: Rotschulterenten leben in festen Paaren, die für viele Jahre zusammenbleiben. Die Art nistet in Baumhöhlen und ist unter guten Bedingungen sehr produktiv. Enten können pro Jahr zwei bis drei Gelege mit jeweils zwischen sechs und zwölf Eiern anlegen. Die werden zwischen 26 und 28 Tagen und hauptsächlich vom Weibchen bebrütet. Am Führen und Hudern der Jungtiere (Küken) beteiligen sich beide Eltern. Mitunter übernimmt der Erpel hierbei sogar den Hauptanteil der Arbeit.
Nach dem Schlupf fetten sich die Küken am Gefieder der Mutter die eigenen Daunen ein und folgen den Eltern bereits ein bis zwei Tage nach dem Schlupf ins Wasser.
Besonderheiten: Anders als die meisten anderen Entenarten verfügen Rotschulterentenerpel über kein vom Prachtkleid abweichendes Ruhekleid hat
Rotschulterenten stellen eine monotypische Art innerhalb der ebenfalls monotypischen Gattung Callonetta dar.
Herkunft & Verbreitung: Rotschulterenten stammen aus den subtropisches Regionen Südbrasiliens, Nordost-Argentiniens und Uruguay.
Nutzung: Die Rotschulterente wird zum Teil zur Gewinnung von Fleisch gejagt, hat sich bei Privathaltern aber auch als beliebte Zierente etabliert. Infolge der Zucht sind rahmfarbene, silbergraue und weiße Rassen entstanden, die mitunter Einzug in zoologischen Einrichtungen gehalten haben.
Lebensweise: Rotschulterenten treten vereinzelt bzw. paarweise auf. Sie bewohnen ganzjährig tropische Waldgewässer und Sümpfe und meiden größere Wanderungen. Die Nahrungssuche erfolgt an Land oder gründelnd auf dem Wasser. Geruht wird oft auf Baumästen.