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Eintritt frei

Capra hircus
Afrikanische Zwergziege

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Gattung: Ziegen (Capra)
Art: Hausziege (Capra hircus)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: weltweit als Nutztier in menschlicher Obhut in Ställen und auf Wiesen
Nahrung: Gräser, Kräuter, Stauden, Heu, Äpfel, Karotten
Größe: 40 bis 50 cm
Gewicht: 20 bis 30 kg
Lebenserwartung:  10-20 Jahre

Aussehen: Zwergziegen kommen in vielen Farbvarianten einfarbig schwarz, weiß, grau, braun sowie zwei- oder dreifarbig gescheckt vor. Das Fell ist meist kurz und glatt, die Ohren kurz und aufrecht. Männliche Tiere (Böcke) haben säbelförmig nach hinten gebogene und bis zu 30 Zentimeter lange Hörner. Bei weiblichen Tieren (Geißen) sind die Hörner kürzer. Der Körperbau wirkt mit dickem Bauch und kurzen Beinen gedrungen.

Fortpflanzung: Böcke werden mit sechs bis acht Monaten, Geiße mit sieben bis 18 Monaten geschlechtsreif. In Abhängigkeit von der Rasse können Ziegen saisonal, also nur zu bestimmten Zeiten im Jahr, brünstig werden, während andere ganzjährig paarungsbereit sein können. Der Zyklus dauert bei einer Ziege etwa 18, die Brunst drei Tage. Wie bei Schafen dauert die Trächtigkeit bei Ziegen 150 Tage. Die Wurfgröße beträgt zwischen einem bis drei Jungtieren (Zicklein).

Bei natürlicher Aufzucht säugt die Geiß ihre Zicklein etwa zehn Monate. Um die Pansentätigkeit zu aktivieren beginnen junge Ziegen früh mit der Aufnahme von festem Futter.

Besonderheiten: Der Zwergwuchs dieser Rasse ergibt sich aus einer angeborenen Hemmung des Knorpelwachstums, wodurch die Knochen der Gliedmaßen verkürzt bleiben. Dies führt zum typischen disproportionalen Erscheinungsbild dieser Ziegen. Als Wiederkäuer können Ziegen auch karge Nahrung effektiv verwerten.

Herkunft & Verbreitung: Wildziegen wurden vor rund 11.000 Jahren zeitgleich mit Schafen im Vorderen Orient domestiziert und gehören damit zu den ältesten von Menschen genutzten Nutztieren. Die eigentlichen Zuchtgebiete der Zwergziege liegen im äquatorialen Afrika, stammen aber, wie letztlich alle Hausziegen, von der im Mittelmeerraum bzw. Vorderasien lebenden Bezoarziege ab. Die Verzwergung stellt eine Anpassung an ungünstige Lebensbedingungen dar. Während in Ostafrika ein schlanker, langbeiniger, wohlproportionierter Zwergziegentyp entstand, entwickelte sich die Zwergziegenform der westafrikanischen Länder mit gedrungenem Körperbau und kurzen Beinen und kommt vor allem in waldreichen Feuchtgebieten vor. Als gute Kletterer kommen die geselligen Huftiere aber auch in gebirgigem Gelände gut zurecht.

Nutzung: In Afrika gilt die Zwergziege auch heute noch als meistverbreitetes Nutztier, das in erster Linie als Fleisch- und Milchlieferant dient.  Die nahezu weltweite Verbreitung von Hausziege spricht für den großen und anhaltenden Nutzen dieser Tiere.

Ziegen und Schafe können gut zusammengehalten werden, da die Ziegen eher längere, schon etwas verholzte Pflanzenteile bevorzugen, während Schafe lieber das saftige, kürzere Grünfutter fressen.

Lebensweise: Ziegen sind gesellige Tiere und können Depressionen und Krankheiten entwickeln, wenn sie von ihrer Herde getrennt werden oder alleine leben müssen.