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Eintritt frei

Lamprotornis chalybaeus
Grünschwanzglanzstar

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Stare (Sturnidae)
Gattung: Eigentliche Glanzstare (Lamprotornis)
Art: Grünschwanzglanzstar (Lamprotornis chalybaeus)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: offene Savanne mit hohen Bäumen und dicht bewachsenem Grund sowie Buschland & Wälder an größeren Flüssen
Nahrung: verschiedene Früchte, Samen & Insekten
Größe: 21 bis 24 cm
Gewicht: ca. 66 bis 106g
Lebenserwartung: bis zu 20 Jahre

Aussehen: Grünschwanzglanzstare verfügen über ein stark irisierendes, metallisch glänzendes Federkleid. Kopf, Hals, Nacken, Schultern und Rücken weisen grüne glänzende Federn mit einem leichten bläulichen Stich auf. Der Rumpf ist blau, mit einer leicht violetten Note auf der unteren Brust, die zum Steiß hin leicht purpurfarben wird. Der Schwanz ist relativ kurz, die Schwanzfedern bläulich-grün. Auf den angelegten Flügeln fallen zwei Reihen dunkler Punkte auf. Die Beine und der Schnabel sind schwarz. Bei unterschiedlichem Lichteinfall können die Farben des Gefieders auch bei ein und demselben Vogel sehr unterschiedlich erscheinen.

Fortpflanzung: Die Brutsaison ist regional sehr unterschiedlich. Gelege bestehen in der Regel aus zwei bis fünf, die nur vom Weibchen bebrütet werden. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Jungtiere (Küken) und werden zuerst mit Insekten und später mit Beeren gefüttert. Nach etwa 23 Tagen verlassen die Jungtiere das Nest, welches sich überwiegend in einer Höhe von zwei bis vier Metern befindet. Die meist tassenförmig angelegten Nester befinden sich in Baumhöhlen von Spechten oder Bartvögeln sowie in verlassenen Nestern des Alektowebers in morschen Baumstümpfen oder anderen kavernenartigen Strukturen und werden mit Spreu, Gras, Federn grobem Gras oder Schlangenhaut ausgepolstert. Regional werden Nester auch in dornige Büsche hineinsetzt oder auch verlassene Nester vom Heiligen Ibis und Abdimstorch genutzt.

Besonderheiten: Das Gefieder erhält sein Farbenspiel durch sogenannte Strukturfedern, die ihre Farben nur durch Lichtbrechung und ohne Pigmente hervorrufen. Der besondere Glanz wird durch die in der Struktur der Federn eingebundenen in den Melanozyten hervorgerufen, die unter einem Keratinfilm liegen.

Herkunft & Verbreitung: Grünschwanzglanzstare repräsentieren ist die flächenmäßig am weitesten verbreitete Art der Eigentlichen Glanzstare, die alle nur auf dem afrikanischen Kontinent südlich der Sahara natürlich vorkommen.In diesem Teil seines Verbreitungsgebiet sind die Vögel regional sehr präsent. In den nördlichen Landesteilen gelten sie hingegen als saisonal vorkommende und nicht brütende Art. Gleiches gilt in den mittleren Landesteilen Nigerias sowie großen Teilen des nördlichen Kameruns.

Nutzung: Grünschwanzglanzstare werden nicht kommerziell genutzt. Ihre Haltung beschränkt sich größtenteils auf zoologische Einrichtungen und Privathalter.

Lebensweise: Vögel aus der Gruppe der Eigentlichen Glanzstare ernähren sich in der Regel von Insekten, die sie vom Boden aufpicken, sowie von kleineren, baum- oder buschassoziierten Früchten, Samen oder Nektar. Einzelne Arten haben sich als zusätzliche Nahrungsquelle auch Speisereste des Menschen erschlossen.

Paare sind in der Regel bis zum Tod eines Partners monogam. Die Tiere sind gesellig und leben außerhalb der Brutzeit meist in größeren Gruppen. Einige Arten ziehen in Schwärmen von hunderten und mehr Individuen umher.