Ducula rosacea
Sundafruchttaube
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Große Fruchttauben (Ducula)
Art: Sundafruchttaube (Ducula rosacea)
Gefährdung: potentiell gefährdet
Lebensraum: Wälder, Buschland, Mangroven & Feldern bis auf 1.100 m Höhe
Nahrung: Früchte
Größe: 39 bis 43,5 cm
Gewicht: ca. 360 bis 423 g
Lebenserwartung: 10 bis 20 Jahre
Aussehen: Die Wachshaut adulter Sundafruchttauben ist nur an der Basis gefiedert. Die, die Schnabelbasis und Augen umgebenden Federn sind cremeweiß. Stirn, Zügel, Scheitel und Genick sind weinrosa. Der farblich abgegrenzte Hals ist schiefergrau und geht in einen dunkleren, glänzend graugrünen Mantel über. Auch die Flügeldecken sind glänzend graugrün. Das übrige Körperobergefieder ist ebenfalls graugrün, allerdings ohne metallischem Glanz.
Das Kinn ist cremefarben. Brust und Bauch sind dunkel weinrosa und gehen an Flanken, Schenkel und den gefiederten Läufen in einen graueren Ton über. Die Unterschwanzdecken sind dunkel rotbraun. Die Iris ist dunkel rotbraun bis orange gefärbt. Der sehr schmale Orbitalring ist violett. Der Schnabel ist schiefergrau mit einer rötlichen Basis und einer rötlichen Wachshaut. Die Beine und Füße sind rotviolett.
Fortpflanzung: Die Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist nicht näher untersucht. Züchter und zoologische Einrichtungen berichten von einem bis zwei Eiern pro Gelege. Jungvögel sehen adulten Tieren schon sehr ähnlich, allerdings ist der Scheitel grauer und kontrastiert nicht mit dem hinteren Nacken. Die Flügeldecken sind matter und bräunlicher. Zudem fehlt noch der grünliche Schimmer des Körperobergefieders.
Besonderheiten: Große Fruchttauben können wegen ihres großen Schnabels und dem dehnungsfähigen Schlund auch große Früchte zu sich nehmen. Sie verdauen nur das Fruchtfleisch. Die Kerne werden wieder ausgeschieden, so dass die Vögel bei der Verbreitung bestimmter Pflanzenarten eine wichtige Rolle spielen.
Herkunft & Verbreitung: Sundafruchttauben kommen auf den meisten kleinen Sundainseln, Südmolukken und einigen weiteren Inseln des Malaiischen Archipels vor. Westlichster Punkt der Verbreitung bilden die Karimunjawa-Inseln, nördlich von Java. Den südlichsten Punkt bildet die Insel Timor, den östlichsten die Kei-Inseln und den nördlichsten die Insel Bacan. Auf Wetar ist die Sundafruchttaube die am häufigsten vorkommende Taube der Insel. Auch auf Jampea, Timor und den Tanimbarinseln ist die Art alltäglich. Auf Atauro ist die Fruchttaube nicht alltäglich anzutreffen, aber auf Höhen ab 250 m in Waldgebieten weit verbreitet.
Nutzung: Sundafruchttauben werden nicht kommerziell genutzt. Ihre Haltung beschränkt sich größtenteils auf zoologische Einrichtungen und Privatzüchter.
Lebensweise: Sundafruchttaube leben einzelgängerisch oder paarweise als sogenannter Standvogel. Lediglich in fruchttragenden Bäumen können sich auch Trupps von bis zu sechs Individuen versammeln, die sich teilweise auch mit anderen Arten vergesellschaften.