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Eintritt frei

Sus scrofa
Minischwein

Klasse: Säugetiere (Mammailia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Echte Schweine (Suidae)
Gattung: Echte Schweine (Sus)
Art: Hausschwein (Sus scrofa)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: Wiese, Wälder & Gärten
Nahrung: Allesfresser
Größe: ca. 75 bis 100 cm
Gewicht: 1 bis 100 kg
Lebenserwartung: 10 bis 15 Jahre

Aussehen: Minischweine sind vornehmlich über den geraden Schwanz, die Kleinwüchsigkeit bei ausgewachsenen Tieren und die steifen, nach oben stehenden Ohren charakterisiert und kommen in unterschiedlichen Farben (z.B. reinweiß, schwarz, braun und gescheckt) vor.

Fortpflanzung: Nach einer Tragzeit von etwa 110 bis 115 Tagen bringen trächtige Weibchen (Sau) vier bis acht Jungtiere (Ferkel) zur Welt. Bei der Geburt wiegen Ferkel gerade einmal 300 g und haben die ungefähre Größe einer Teetasse, daher auch der Name „Teacup Schwein“. Ausgewachsen bringen Minischweine bis zu 100 Kilogramm auf die Waage.

Besonderheiten: Das Wort Minischwein bezeichnet keine spezielle Rasse. Es ist ein Unterscheidungsmerkmal und ein allgemeiner Begriff. Es besagt lediglich, dass es sich nicht um ein traditionelles Großschwein, welches in der konventionellen Zucht- und Massentierhaltung gehalten wird und ein Gewicht von 300 kg und mehr erreichen kann, handelt. Minischweine werden in Laboren oder als Heimtiere gehalten.

Die Tiere sind kurzsichtig und erkunden ihre Umgebung deshalb vornehmlich über die Nase. Sie sind schlau und eigensinnig, aber zum Teil auch sehr verschmust.

Herkunft & Verbreitung: Wie alle domestizierten Schweine stammt das Minischwein vom europäischen oder asiatischen Wildschwein ab. Es weist eine inzwischen weltweite Verbreitung auf und kommt sowohl domestiziert als auch verwildert vor. Ein Großteil deutscher Minischweine sind Mischungen, bei denen vor allem das Göttinger Minischwein und das Hängebauchschwein mitgewirkt haben.

Aufgrund der medizinischen Bedeutsamkeit, wurden viele medizinische und kosmetische Versuche an Schweinen durchgeführt, weshalb Anfang der 60er-Jahre durch Kreuzung von Minnesota Minipigs und Vietnamesischen Hängebauchschweinen diese besonders kleine Schweinerasse gezüchtet wurde, deren zahlreiche Variationen sich zwischenzeitlich auch unter Hobbyhaltern zunehmender Beliebtheit erfreut. Zu den Minischweinrassen gehören z.B. Göttinger Minischwein, Münchner Miniaturschwein, Minnesota Minipig, Hanford, Yucatan, Vietnamesisches Hängebauchschwein, Amerikanisches Minischwein und einige mehr.

Nutzung: Heutige Minischweine sind das Ergebnis künstlicher Verpaarungen und gezielter Selektionen. Die Notwendigkeit kleine Schweine zu züchten beruht auf der Entwicklung und Durchführung von Tierversuchen, für die Humanmedizin, für welche ein im Unterhalt kostengünstiges Versuchstier mit nahezu identischer Genetik und kurzer Generationszeit benötigt wurde. Mit einer dem Menschen sehr ähnlichen Anatomie und Organfunktionen eignen sich Schweine sehr gut als Modellorganismus für humanmedizinische und praxisnahe Studien. Anders als Großschweine bieten Minischweine nur wenig Fleisch für die Ernährung von Menschen und eignen sich deswegen nur bedingt als kommerzielles Nutztier.

Lebensweise: Schweine sind extrem gesellige Tiere, die in Gruppen unterschiedlicher Größe (sogenannte Rotten) leben. Als kurzsichtige Tiere verlassen sich Schweine allem voran auf ihren gut ausgeprägten Geruchssinn, um im Boden nach Nahrung zu wühlen. Als typische Allesfresser ernähren sie sich von allerlei Pflanzenteilen und auch von tierischer Kost. An heißen Tagen kühlen sie sich mit einem Schlammbad ab, welches nicht nur als natürlicher UV-Schutz, sondern auch zur Abwehr lästiger Stechinsekten dient. Die meisten wildlebenden Schweine sind Dämmerungs- oder Nachtaktiv.