Equus asinus
Hausesel
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Unpaarhufer (Perissodactyla)
Familie: Pferde (Equidae)
Gattung: Pferde (Equus)
Art: Afrikanischer Esel (Equus asinus)
Gefährdung: nicht gefährdet
Lebensraum: Stall, Wiese & Koppel
Nahrung: Gräser, Kräuter, Heu, Blätter & Rinde
Größe: 90 bis 160 cm Schulterhöhe
Gewicht: 100 bis 480 kg
Lebenserwartung: bis zu 40 Jahre
Aussehen: Besonders auffällig sind die großen und langen Ohren, anhand derer Hausesel sicher von Pferden unterschieden werden können. Zudem ist auch die Stehmähne ein charakteristisches Merkmal für Esel. Die Hufe sind bei Eseln kleiner als beim Pferd. Der Schweif hat eine lange Schwanzwurzel mit einer Endquaste. Viele Hausesel haben einen dunklen Aalstrich auf dem Rücken, der vom Halsansatz über den Widerrist bis zur Schwanzwurzel führt. Einige Tiere haben zusätzlich einen Schulterstrich, der den Aalstrich kreuzt.
Fortpflanzung: Eine Fortpflanzung ist ganzjährig möglich, findet jedoch meist im Frühjahr statt. Männliche Esel (Hengste) gehen bei der Paarung äußerst rabiat vor. Das Weibchen (Stute) wird in den Nacken gebissen und so festgehalten. Nach einer Tragzeit von etwa 12 bis 14 Monaten kommt einzelnes Jungtier (Fohlen) zur Welt.
Besonderheiten: Bei Stress oder Unsicherheit bleiben Hausesel oft wie angewurzelt stehen, was allgemeinhin als Störrigkeit bezeichnet wird. Dieses Verhalten kann durch das natürliche Verbreitungsgebiet von Eseln erklärt werden, in dem eine kopflose Flucht oft den Tod bedeuten kann. Esel sind mit Pferden kreuzbar, die Nachkommen allerdings unfruchtbar, was in der unterschiedlichen Chromosomenzahl der Elterntiere begründet liegt.
Herkunft & Verbreitung: Afrikanische Wildesel gelten als Stammform des heutzutage weltweit verbreiteten und vor 4.000 Jahren in Ägypten domestizierten Hausesels.
Nutzung: Mithilfe seinen schmalen und festen Hufe sind Hausesel in der Lage auch steile Pfade sicher zu ersteigen. Aus diesem Grund eignen sich die bestens als Arbeits- und Lastentier. Darüber hinaus sind Esel ausdauernder als Pferde und kommen länger als diese ohne Nahrung und Wasser aus.
Lebensweise: Esel leben in kargen Gegenden mit wenig Vegetation und schroffen Gebirgen. Von ausgedehnten Ruhezeiten während der Mittagshitze abgesehen, verbringen sie einen Großteil des Tages mit der Nahrungssuche. Esel sind sehr gute Futterverwerter und können bis zu drei Tagen ohne Wasser auskommen. In der Natur leben sie in sogenannten Muttergruppen, in denen eine Eselstute in einer Gemeinschaft mit ihren weiblichen Nachkommen lebt. Es gibt auch Junggesellengruppen, in denen junge Eselhengste mit anderen Artgenossen zusammenleben.