ANFAHRT
Schwetzinger Str. 99,
69190 Walldorf

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Eintritt frei

Bos primigenius
Hinterwälder Rind

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Gattung: Eigentliche Rinder (Bos)
Art: Auerochse (Bos primigenius)
Unterart: Hausrind / Hinterwälder-Rind
Gefährdung: vom Aussterben bedroht
Lebensraum: als Haustier in Ställen, auf Wiesen oder an Waldrändern
Nahrung: Gräser, Kräuter & Stauden
Größe: ca. 133 cm bis 148 cm
Gewicht: 380 bis 1.000 kg
Lebenserwartung: 15 bis 18 Jahre

Aussehen: Die Fellfärbung der Tiere umfasst eine Spanne von hellgelb bis dunkelrot-bräunlich. In der Regel sind die Tiere gescheckt bis gedeckt. Der stets weiße Kopf und die weißen Beine gelten als typisches Rassemerkmal. Die sehr guten Klauen verleihen den Tieren eine hervorragende Weidefähigkeit, die für die Nutzung von kargen Weiden in Hochlagen von großer Bedeutung sind. Insgesamt verfügen Hinterwälder Rinder über einen sehr feinen Knochenbau und nach oben gerichtete Hörner. Heutzutage werden zusehends hornlose Exemplare gezüchtet, da diese als in der Haltung ungefährlicher gelten. Beide Varianten sind von Züchtern anerkannt.

Fortpflanzung: Weibliche Tiere (Kühe) werden mit etwa 8 bis 10 Monaten Geschlechtsreif. Die Zuchtreife ist mit 18 bis 24 Monaten erreicht. Männliche Tiere (Bullen) paaren sich mit allen zur Verfügung stehenden Kühen. Brünstige Kühe werden vom Stier verteidigt und beim Paarungsverhalten behütet. Die durchschnittliche Tragezeit liegt bei etwa 280 Tagen. Zur Geburt sondern sich die Kühe von der Herde ab. Die Jungtiere (Kälber) kommen i. d. R. ohne Probleme auf die Welt.

Besonderheiten: Das zierliche Hinterwälder Rind gilt mit einer Schulterhöhe von 1,20 Metern als kleinste Rinderrasse Mitteleuropas. 1992 wurde sie zum "Haustier des Jahres" erklärt und zählt zu den bedrohten Nutztierrassen. Das Land Baden-Württemberg zahlt Haltungsprämien an die Besitzer, um die Rasse in ihrem Bestand zu stärken.

Herkunft & Verbreitung: Das Hinterwälder Rind entstammt einer als "Hirschkuh" bekannten Rinderrasse aus der Oberen Rheinebene. Das ursprüngliche Zuchtgebiet liegt im südlichen Schwarzwald und hat sich mittlerweile auch auf das übrige europäische Ausland ausgeweitet. Durch die stark ausgeprägte Robustheit, Anpassungsfähigkeit, Trittsicherheit und Steigfähigkeit ist diese Rasse besonders für steile Hanglagen und feuchten Untergrund geeignet. Die Tiere zeichnen sich durch ihr ruhiges Gemüt aus.

Nutzung: Als sogenannte Zweinutzungsrasse erbringet sie eine sehr hohe Qualität an Milch und Fleisch.

Lebensweise: Als ideales Gebirgsrind werden Hinterwälder Rinder häufig in hanglagigen Bio- und Mutterkuhbetrieben gehalten.